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nachts auf dem see




einsame stille
über dem zu ende gehenden tag 
herztöne
im ohr
der see hält inne wir 
gleiten und lauschen den
nachtgeräuschen

das heilige wölbt sich über unseren leben

für einen augenblick wir 
atmen ewigkeit



(ts)

heiliges schweigen



manchmal
will dich das leben in eine
höhle führen
will dich von zeit
zu zeit
vor dir selbst verstecken

und doch wirst du dort
ganz bei dir
zuhause sein
wirst worte und gedanken
auf das wesentlichste
reduzieren

lerne zu warten
schweige

und bleibe in der erde
bis sich das
wort
für deine sehnsucht
offenbart

dieses eine wort
wie brennendes feuer
auf den lippen des herzens

nimm es mit wenn du gehst

bete es weiter und
lebe es



(ts)


seelenklänge


im erlauschen der melodie
ruhe finden

ein musiker an der straßenecke
der mit geschlossenen augen
weltvergessen
auf seinem saxophon spielt

heilsame berührungen
im spontanen klangerleben
die töne


voller stille


(ts)

advent


komm
flüstert es in der stille
lippen formen das wort
singen die sehnsucht
wie einen nachklang aus jahrtausenden

und immer dann bricht es herein
wieder und wieder
wird es hell

komm
wenn wir uns
mit dürren armen
ausgelaugt und kraft erflehend
dir entgegenhalten

komm wieder
zeig uns doch dein angesicht
du unsere hoffnung
komm
der menschen gottes-
licht

(ts)